| Bibliographische Angaben | |
| Autor/Autorin | Kühsel-Husseini, Mariam |
| Titel | Gott im Reiskorn |
| Titelergänzung | Roman |
| Verlag | berlin University Press |
| Ort | Berlin |
| Jahr | 2010 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Seitenzahl | 315 (1) |
| Buchformat | 8° Oktav HC Mit OSU, dieser mit kleiner Randläsur/kleinem |
| ISBN | 978-3-940432-88-9 |
| Anm. | [Fl-RS] “Afghanistan. das Reich am Hindukusch, von sattblauen Gestirnen uberrannt, ein Reich der Ungeduld und der poetischen Zeit, welche sich sagte, unsere Eroberung ist das Gedicht! " Das Buch erzahlt die Geschichte einer alten afghanischen Kalligraphenfamilie: Ende der funfziger Jahre nimmt sie einen europaischen Gast auf, den jungen Kunsthistoriker Jakob Benta aus Berlin. Sayed Da'ud Hussaini, der Kalligraph des Konigs, und dessen Sohn Rafat fuhren ihn in die Herzkammern des Orients, in die Schreibkunst, in die Poesie. Jakob Benta erlebt zauberhaft machtvolle Augenblicke: Momente der Schopfung mit dem Kalligraphen, einen Dichter-Wettstreit mit dessen Sohn Rafat unter den Buddha-Statuen in Bamiyan und schliesslich ,Gott im Reiskorn". Als Benta Afghanistan nach Jahren verlasst, ist ihm das Ratsel des Orients noch verschlossener und grosser als zu Beginn seiner Begegnung. Der Kalligraph verliert 1973 mit dem Sturz des Konigs sein Amt, sein Sohn wird Dichter. Die Russen marschieren ein. Die Familie bleibt in Afghanistan, bis das Land sich schliesslich in einem Burgerkrieg selbst zerfleischt. 1989 verlassen sie Kabul, das Tag und Nacht von den Hangen aus beschossen wird, und gehen ins Exil, erst nach Indien und dann nach Deutschland. Mariam Hussaini erzahlt in ihrem bemerkenswerten Debut die Geschichte ihrer Familie, deren Wurzeln bis zu Mohammed zuruckreichen. In einer unerhorten Sprache, die Orient und Okzident zu vereinen scheint, schenkt sie uns Einblicke in die orientalisch-afghanische Kalligraphie und Poesie und den unermesslichen Reichtum einer Kultur, die wir inzwischen entstellt wissen. Dabei nutzt sie die deutschen Sprache in ihrer ganzen Farbigkeit, umspricht die Sprache selbst, umlauft und besingt sie zur selben Zeit, in der sie auch die Geschichte erzahlt, die von der Begegnung unterschiedlicher Welten und vom Erdulden der Gegensatzlichkeit handelt.” - |
| Zustand | Gut erhalten |
| Rubrik | Schöne Literatur (u.a. Verfolgung, Exil, Innere Emigration und Umfeld) |
| Artikel-Nr. | 69_21411 |